sexualisierte Gewalt – OPlatz — Berlin Refugee Movement https://www.oplatz.net Abolish Residenzpflicht! Abolish ‚Lagers‘! Stop Deportations! Right to Work and Study! Mon, 06 Feb 2017 22:14:29 +0000 en-US hourly 1 https://www.oplatz.net/wp-content/uploads/2016/02/cropped-fist-small-32x32.png sexualisierte Gewalt – OPlatz — Berlin Refugee Movement https://www.oplatz.net 32 32 Brandenburg – Neuer Erlass zu Opfern von rassistisch motivierter Gewalt? https://www.oplatz.net/brandenburg-neuer-erlass-zu-opfern-von-rassistisch-motivierter-gewalt/ https://www.oplatz.net/brandenburg-neuer-erlass-zu-opfern-von-rassistisch-motivierter-gewalt/#respond Mon, 06 Feb 2017 21:54:21 +0000 https://www.oplatz.net/?p=12476

Gemeinsame Presseerklärung von International Women’s Space und Women in Exile

english

Wie alle GruppPresseerklärung von International Women’s Space und Women in Exileen, die in Brandenburg mit Geflüchteten arbeiten, freuen wir uns über den neuen Erlass des Landes Brandenburg zu Personen, die Opfer von rassistische motivierten Gewalttaten wurden und abschiebebedroht sind.¹ Es ist ein erster Schritt, denen ein Bleiberecht zu geben, die von Nazis attackiert wurden und dies beweisen können; die schwer verletzt wurden und die aufgrund niemals wieder voll genesen werden. Aber was ist mit den anderen?

Rassismus auf der Straße, Beleidigungen und Einschüchterungen von Neonazis sind weiterhin tägliche Erlebnisse von Geflüchteten. In einem Fall bedrohte ein Mann zwei Frauen aus Henningsdorf in einem Supermarkt, indem er mit einer Schreckschusspistole auf sie zielte. Solche Vorfälle zu beweisen bedeutet einen komplizierten Prozess, der weiteren Stress und Traumata bei den Betroffenen auslöst und sie zwingt, die traumatischen Erlebnisse noch einmal zu durchleben.

Weiterhin erleben viele Flüchtlingsfrauen, die in Lagern erleben täglich physische und sexualisierte Gewalt, sowohl innerhalb also auch außerhalb des Lagers.Hinzu kommt die psychische Gewalt des Lebens unter beengten, unhygienischen Umständen in geschlechtergemischten Unterkünften, bewacht von meist männlichem Sicherheitspersonal, die jede Bewegung kontrollieren.. Einen weiteren Ausgangspunkt von sowohl psychischer als auch physischer Gewalt stellt die neue Angst vor unangekündigten Abschiebungen dar – meist in der mitten in der Nacht.Diese Gewalttaten werden vom deutschen Staat selbt verübt, der sein Unterdruckungssystem durch brutale Polizeigewalt durchsetzt. In aktuellen Fällen erzwungener Abschiebeversuche in Hennigsdorf und Cottbus wurden Frauen ernsthaft verletzt und wurden traumatisiert. Wir glauben nicht daran, dass der Staat warten sollte, bis Geflüchtete für ihr Leben lang beschädigt oder (re)traumatisiert sind, bevor ihnen ein Bleiberecht zusteht!

Women in Exile und International Women’s Space haben viele Frauen unterstützt, die innerhalb und außerhalb des Lagers angegriffen wurden. Einige der Fälle wurden der Polizei gemeldet. Gewalt gegen Frauen ist Gewalt, ob sie von einem anderen Flüchtling, der Polizei oder Neonazis ausgeht. Deshalb fordern wir:

Bleiberecht für alle!

Entschädigung für alle Opfer rassistischer Gewalt!

Lasst uns auf allen Ebenen gegen Rassismus kämpfen!

 


Brandenburg – new decree on victims of racist motivated violence? Joint Press Release by International Women’s Space and Women in Exile

Like all the groups in Brandenburg working with refugees, we are happy to welcome the new decree of the state of Brandenburg on persons who are victims of racially motivated violence and are subject to deportations.¹ It is a first step to grant a right of residence to persons who were attacked by Nazis and who were able to prove it; who were seriously injured and will never fully recover from that attack. But what about the others? Street racism, abuse and threats from neo-Nazis are still a daily occurrence for refugees.

In one case, two women from Hennigsdorf were threatened by a man pointing a gun at them in a supermarket. But to prove such assaults is a complicated process that causes further stress and trauma to the victims who are forced to relive their traumatic experiences.

Furthermore, many refugee women living in lagers experience physical and sexualized violence every day, both from inside and outside the lagers. Added to this is the psychological violence of living in crowded, unsanitary conditions, in mixed gender camps, guarded by male security staff who control their movements. Another source of both psychological and physical violence is the new threat of unannounced deportations, often in the dead of night.

These violences are perpetrated by the German state itself, which reenforces its system of oppression with police brutality. In recent cases of forced deportation in Hennigsdorf and Cottbus, women suffered severe injuries and ended up traumatized. We do not believe the state should wait until refugees are maimed or (re)traumatized before they are granted the right to stay!

Women in Exile and International Women’s Space have assisted refugee women who have beenattacked outside and inside the lagers. Some of these cases have been reported to the police. Violence against women is violence, whether it is coming from fellow refugees, the police or neo-Nazis.

That is why we demand:

Right to stay for all!

Compensation for all victims of racist violence!

Fight racism on all levels!

 

Contact and further information:

Elizabeth Ngari / Women in Exile e.V.,

Rudolf-Breitscheid-Straße 164, 14482 Potsdam

info@women-in-exile.net

/ 0331-24348233 /

 

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Pressekonferenz auf dem Oranienplatz: Montag, den 29.7.2013 um 11:00 Uhr https://www.oplatz.net/pressekonferenz-auf-dem-oranienplatz-montag-den-29-7-2013-um-1100-uhr/ https://www.oplatz.net/pressekonferenz-auf-dem-oranienplatz-montag-den-29-7-2013-um-1100-uhr/#respond Sun, 28 Jul 2013 14:48:13 +0000 http://asylstrikeberlin.wordpress.com/?p=3198 >>>>>>>>>>> english below >>>>>>>>>>>>

Sexismus, Vergewaltigung und mediale Verleumdung

Sehr geehrte Damen und Herren,

Im Mai wurde auf der Internetplattform Indymedia der Vorwurf einer Vergewaltigung veröffentlicht. Entgegen der medialen Darstellung fand diese Vergewaltigung weder im Protestcamp auf dem Oranienplatz, noch in der besetzten Gerhard-Hauptmann-Schule statt.

Der Vorwurf richtet sich gegen keinen der (streikenden) Geflüchteten. Seit Beginn des Protests haben Diskussionen stattgefunden über Schutz vor Sexismus in der Protestbewegung.

Nach über 2 Monaten wird dieser Vorfall, angestoßen von der rechten Zeitung Junge Freiheit, komplett falsch von populistischen Medien aufgegriffen, um den Räumungsdruck auf das Protestcamp zu erhöhen. Vor allem die Zeitungen BZ und BILD reden einer rassistischen Argumentation anheim und bemühen fiktive Fakten. Der zitierte “Flüchtlings-Sprecher” ist weder Sprecher noch am Oranienplatz beteiligt. Er bestreitet auch die in den Medien zitierte Aussage. Mit welcher politischen Motivation und seit wann bezieht sich u.a. die BILD ausschließlich auf einen Indymedia-Artikel ohne sich in diesem Zusammenhang an den Oranienplatz zu wenden?

Wir laden alle Medienvertreter_innen, Politiker_innen (obwohl sie in weiten Teilen unserer Einladung zum Runden Tisch am 18.7.2013 nicht gefolgt sind) und alle Interessierten ein am kommenden Montag zur Veröffentlichung unseres Statements gegen Sexismus und Vergewaltigung zu kommen. Es wird auch über die hetzerische Verleumdung des politischen Protests am Oranienplatz von Seiten einiger Medienvertreter_innen gesprochen werden.

Wir erteilen allen Berichterstattungen eine klare Absage, die in rassistischer Manier Geflüchtete verleumden, kriminalisieren und darüber die politische Absicht verfolgen das Protestcamp zu räumen. Wenn jemand das Protestcamp instrumentalisiert, sind es die Journalist_innen und Politiker_innen, die jetzt von Kriminalität und Räumung sprechen.

Natürlich muss sich etwas verändern. Es muss in Deutschland und der EU endlich ernsthaft auf Geflüchtete zugegangen werden und ihre Forderungen müssen erfüllt werden. Es muss Sexismus gesamtgesellschaftlich bekämpft werden statt ihn nur in rassistische Argumentationen einzubinden, die rassifizierte Männer automatisch mit sexualisierter Gewalt in Verbindung setzen.

Die Streikenden vom Oranienplatz

english:

Invitation to press conference at Oranienplatz,
Monday, 29 July 2013 at 11:00 AM

Sexism, rape and media defamation

Hello Everyone,

This May, a rape accusation was published on the online platform Indymedia.

Contrary to the version published in the media, this rape happened neither
at the protest camp at Oranienplatz, nor at the squatted
Gerhart-Hauptmann-Schule.

The accusation is not aimed at one of the (striking) refugees.

Since the beginning of the protest, there have been discussions about
protection against sexism in the protest movement.

After more than 2 months, populist media, spearheaded by the “new right”
newspaper *Junge Freiheit*, picked up this incident and reproduced a
completely wrong version, to increase the pressure to evict the camp.
Especially the yellow press papers BZ and BILD support racist arguments and
provide fictive facts. The quoted “refugee speaker” is neither a speaker,
nor is he involved at Oranienplatz. He also denies his statement quoted in
the media. What is the political motivation and since when do BILD and
others rely solely on Indymedia articles, without consulting the
Oranienplatz movement at all?

We invite all media representatives, politicians (even though most did not
appear to our roundtable invitation on 18 July 2013) and all interested
people to attend the publication of our statement against sexism and rape
this Monday.

We will also speak about some media representatives’ incendiary defamation
of the political protest at Oranienplatz.

We reject all journalism producing racist slander against refugees to
criminalize them and pursue the political objective of evicting the camp.
Those “instrumentalizing” the protest camp are journalists and politicians
who now speak of crime and eviction.

Of course things must change. People in Germany and the EU must approach
refugees seriously and fulfill their demands. The entire society must
combat sexism, instead of employing it for racist narratives, which
automatically ascribe sexualized violence to racialized men.

Attached is the statement of Oranienplatz regarding sexism and rape.

It is the result of a long discussion process about the incident published
on Indymedia.

The Strikers of Oranienplatz

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