refugee woman – OPlatz — Berlin Refugee Movement https://www.oplatz.net Abolish Residenzpflicht! Abolish ‚Lagers‘! Stop Deportations! Right to Work and Study! Thu, 18 Feb 2016 23:57:42 +0000 en-US hourly 1 https://www.oplatz.net/wp-content/uploads/2016/02/cropped-fist-small-32x32.png refugee woman – OPlatz — Berlin Refugee Movement https://www.oplatz.net 32 32 Pressemitteilung: Syrische Frau wurde aus Notunterkunft in Berlin hinausgeworfen, weil sie ihre Menschrechte einforderte https://www.oplatz.net/pressemitteilung-syrische-frau-wurde-aus-notunterkunft-in-berlin-hinausgeworfen-weil-sie-ihre-menschrechte-einforderte/ https://www.oplatz.net/pressemitteilung-syrische-frau-wurde-aus-notunterkunft-in-berlin-hinausgeworfen-weil-sie-ihre-menschrechte-einforderte/#comments Thu, 04 Feb 2016 13:47:26 +0000 https://www.oplatz.net/?p=9612  

vivianapic

English Version Below / versión española abajo

Syrian woman expelled from Berlin refugee camp for defending human rights

Mujer siria expulsada de un campamento para refugiados en Berlín por exigir derechos


 

Syrische Frau wurde aus Notunterkunft in Berlin hinausgeworfen, weil sie ihre Menschrechte einforderte

Vivian ist eine junge Frau aus Syrien. Sie ist vor dem Bürgerkrieg, der in ihrem Land tobt, und vor den Folgen, wie Arbeitslosigkeit, Hunger und sozialem Chaos geflohen. Alleine ist sie die Route aus dem Mittleren Osten nach Deutschland angetreten. Jedoch ist ihre Geschichte in Deutschland nicht von Zuflucht sondern (symbolischer) Gewalt, Erniedrigung, Frauenfeindlichkeit und Missbrauch geprägt. Die folgenden Ereignisse sind ihre Beschreibungen.


Die Geschichte in Deutschland von Vivian beginnt in der kleinen Stadt, Lübeck, wo sie Asyl beantragte. Sie war dort für insgesamt fünf Tage und ihre ersten Erfahrungen waren ein Desaster. Sie musste einen Raum mit duzend Männern und Frauen teilen, was jeglichen Missbrauch erleichtere. Die Leitung hat weder Informationen herausgegeben noch Hilfe angeboten. Unter diesen Umständen wurde ihr dann mitgeteilt, dass es keinen Platz mehr für sie in dieser Unterkunft gäbe und sie nach Berlin gehen muss. Nachdem sie in Berlin am LAGESO angekommen ist, wurde ihr wieder von den Autoritäten gesagt, dass es kein Platz mehr gäbe und sie nach Frankfurt/Oder gehen muss. Was sie auch tat. Schon nach einigen Stunden wurde ihr wiederum von der Leitung der Unterkunft mitgeteilt, dass diese kein Platz mehr für sie hätten. Zurück in Berlin hat ein Sozialarbeiter sie informiert, dass es immer noch keinen Schlafplatz für sie gäbe. Vivian bat inständig um eine Unterkunft und die Möglichkeit zu duschen. Ohne jegliche Lösung der Behörden bot der Sozialarbeiter Vivian an, in dem Haus seiner Eltern zu bleiben, was Vivian dankbar annahm. Dort blieb sie für drei Tage. Die Familie nahm sie ohne etwas von ihr einzufordern auf. Vivian erklärte, dass sie niemals diese humane Reaktion vergessen werde.
Nach den drei Tagen kehrte sie zum LAGESO zurück, wo sie letztlich, nach langer Wartezeit, in eine Unterkunft gebracht wurde. Diese Unterkunft liegt im Wedding und ist eine Sporthalle der Herbert-Hoover-Oberschule, die als Notunterkunft genutzt wird, und von dem BTB-Bildungszentrum GmbH betrieben wird.

Hier setzt sich Vivian zweite Odyssee fort. In dieser Sporthallte nahm Vivian eine sehr aktive Rolle als Übersetzerin für Englisch/Arabisch ein und setzte sich für die Bedürfnisse der Menschen ein, die hier leben. Nach 20 Tagen hat Vivian einige Beschwerden der Leitung der Unterkunft mitgeteilt, dass die sanitären Einrichtungen und das Camp allgemein im schlechten Zustand sein. Dazu zählte sie auch das Essen, welches in Teilen ungenießbar war, und auch das Verhalten einzelner Angestellten von Security Firmen. Dies alles sind sehr nachvollziehbare Beschwerden und Forderungen nach Verbesserungen, wenn man bedenkt, dass hier fast 200 Menschen überleben ohne das grundlegende und existentielle Bedingungen erfüllt sind.
Die Leitung reagierte darauf zunächst so, dass sie Vivian dazu aufforderten eine Gruppe von Personen zu finden, um die Unterkunft zu reinigen. Begründet wurde dies damit, dass das Vertreter_innen des LAGESO kommen würden. Als Vivian und die anderen das Lager gereinigt haben ohne auch dafür einen finanziellen Ausgleich zu bekommen, kam niemand.
Schließlich wurden die Reaktionen auf die Beschwerden von Vivian aber immer aggressiver. Die Leitung beschloss Ende der Vergangenen Woche ein Treffen mit allen Bewohner_innen der Unterkunft für eine Präsentation. Während dieser Präsentation wurden Vivian und andere
beschimpft mit den Worten: „Arabians [of being] dirty“. Vivian versuchte das zu dokumentieren, doch ihr wurde es verboten. Letztlich wurde ihr dann von der Leitung angedroht, dass sie die Möglichkeit haben sie hinauszuwerfen, was dann auch geschehen ist.
Weiterhin (über)leben die 200 Geflüchteten in der Unterkunft in der Wiesenstraße ohne ein Minimum an humanitären Standards: ein überfüllter Ort, ohne genügend Luftzirkulation, natürlichen Licht und nur ein richtiges Bad jeweils für Frauen und Männern.


Syrian woman expelled from Berlin refugee camp for defending human rights

Vivian is a young native of Syria who embarked on a lonely trip from Middle East to Germany, escaping from war and its collateral damage of unemployment, hunger and social chaos. Her journey through Germany has been characterized by symbolic violence, persecution, misogyny and abuse. Here are the facts described by the protagonist.

The story of Vivian begins in Lübeck a small town in Germany, where she arrived seeking asylum, staying there for five days. Vivian describes Her first refugee camp experience in Germany as a true disaster. She had to share a room with dozens of people, both women and men; the authorities did not provide information of any kind and discrimination became unbearable.

In this precarity and with no further notice, she was informed that there was no more room for her, forcing her to leave to Berlin. When she arrived to the LAGESO, the authorities informed her that there was no more place there either, leaving her no choice but to head to Frankfurt/Oder. And so she did.

A couple of hours after she arrived, the authorities confirmed her that ″due to lack of room″ she had to return to Berlin once again. Back in Berlin, a social worker informed her that there was still no place to receive her. In desperation, Vivian implored for a place to sleep and to take a shower. Without an official instruction, the social worker offered to Vivian a place in her parents’ house.

Vivian accepted and she stayed there for three days. This family welcomed her without asking anything in return; Vivian says that she won’t ever forget this humanitarian deed.

When the LAGESO finally deigned to offer her a place in a gym-camp Sporthalle Wiesenstraße – Herbert-Hoover-Oberschule in Wiesenstraße 56-58 located in Wedding in charge of BTB – Bildungszentrum GmbH, Vivian′s second odyssey began.

In this basketball court turned into a refugee camp, Vivian took a very active role officiating as an English/Arabic translator, reporting to the autorities what the people there needed. During the 20 days she was there, Vivian began to bring to the officer manager claims regarding sanitation and cleaning, the poor quality of food, the behavior of some security staff and the lack of privacy within the camp. Very reasonable demands considering that the camp was built on a basketball court where today survive 200 people without elementary social condition satisfied.

The Head of the camp told Vivian instead that she, as leader of the refugees, had to make a group of people clean the whole camp because some officials of the LAGESO would visit the facilities. They did but nobody came.

Responses to Vivian’s complaints got increasingly aggressive. Finally, the managing officer of the camp decided to arrange a meeting with all the people of the camp to show them a presentation. To everyone’s surprise, the presentation was instead used to insult the occupants accusing ′Arabians [of being] dirty′.

When Vivian tried to document this racist behavior, the authorities prohibited her to do so, threatening her with the possibility of being expulsed. A few days later, this threat became true; Vivian was relocated to another camp against her will.

Meanwhile, 200 refugees remain living in Sporthalle Wiesenstraße camp without the minimum humanitarian conditions to survive: an overcrowded space, without sufficient natural lighting, with poor air circulation and with only one common bathroom for all of them.


Mujer siria expulsada de un campamento para refugiados en Berlín por exigir derechos

Vivian es una joven oriunda de Siria que se embarcó en un viaje solitario de Oriente Medio a Alemania, escapando de la guerra y sus daños colaterales de desempleo, hambre y caos social. Su viaje a través de Alemania la ha enfrentado con situaciones de extrema violencia simbólica, persecución y misoginia. Estos son los hechos descritos por su protagonista.

La historia de Vivian comienza en una pequeña ciudad de Lübeck en Alemania, a donde llegó en busca de asilo, permaneciendo allí durante cinco días. Vivian describe su primera experiencia de campo de refugiados en Alemania como un verdadero desastre. Tuvo que compartir una habitación hacinada con decenas de personas, tanto mujeres como hombres; las autoridades del campo no le brindaron información de ningún tipo y el trato discriminatorio tanto con ella como con el resto de las personas se volvió insoportable.

En este contexto de extrema precariedad, Vivian fue informada, casi de sorpresa y sin previo aviso, que no había más espacio para ella, obligándola a viajar hacia Berlín. Cuando llegó al LAGESO, las autoridades le informaron que tampoco había más lugar allí, por lo que le indicaron su nuevo destino, Frankfurt / Oder. Y así lo hizo.

Un par de horas después de su llegada a Frankfurt, las autoridades le confirmaron que “no había más disponibilidad de camas en el campamento” por lo que Vivian, una vez más, tuvo que volver a Berlín. De vuelta en la ciudad, una trabajadora social le informó que aún no había lugar para recibirla. En su desesperación, Vivian imploró un lugar para dormir y tomar una ducha. Sin una instrucción oficial, la trabajadora social se ofreció a Vivian un lugar en la casa de sus padres. Vivian aceptó y se quedó allí durante tres días. Esta familia le dio la bienvenida y sin pedir nada a cambio; Vivian dice que ella no olvidará jamás este acto humanitario.

Finalmente, el LAGESO le designó un lugar en el campamento de refugiados de Sporthalle Wiesenstraße – Herbert-Hoover-Oberschule en Wiesenstraße 56-58 situado en el barrio de Wedding a cargo de BTB – Bildungszentrum GmbH. Allí comenzó la segunda odisea para Vivian.

En esta cancha de baloncesto convertida en un campamento de refugiados, Vivian tuvo un papel muy activo por su capacidad para oficiar como un traductora Inglés / árabe. De esta manera, durante los 20 días que permaneció allí, Vivian se encargó de comunicar a las autoridades los problemas con el saneamiento y la limpieza, la mala calidad de la comida, el comportamiento autoritario de algunos miembros del personal de seguridad y la falta de privacidad dentro del campo. Demandas muy razonables teniendo en cuenta que el campamento fue armado en una cancha de baloncesto donde hoy sobreviven 200 personas en extrema vulnerabilidad.

La violencia simbólica era moneda común. En una oportunidad, la jefa del campamento le solicitó a Vivian que conformara un grupo de personas para limpiar todo el campamento debido a que algunos funcionarios de la LAGESO visitarían las instalaciones. Lo hicieron, pero nadie vino. La discriminación también, permanentemente la autoridad agredía verbalmente al grupo humano, tal como lo hizo durante una reunión donde convocó a todas las personas del campo y es ese contexto acusó a los “árabes de ser sucios”. Cuando Vivian trató de documentar este comportamiento racista, las autoridades prohibieron que lo haga, amenazándola con la posibilidad de ser expulsada. Unos días más tarde, esta amenaza se hizo realidad; Vivian fue trasladada a otro campo en contra de su voluntad.

Mientras tanto, 200 refugiados siguen viviendo en el campamento de Sporthalle Wiesenstraße sin las condiciones humanitarias mínimas para sobrevivir: un espacio hacinado, sin la suficiente iluminación natural, con poca circulación de aire y con sólo dos baños comunes.


Pressekontakt/ press contact/ Contacto de prensa: 0152 – 19 27 26 05

via: http://haendewegvomwedding.blogsport.eu/?p=1478

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Photo exhibition 3. – 6. 12. 2015 https://www.oplatz.net/fotoausstellung-exhibition-of-photography-3-6-12-2015-neukolln-berlin/ https://www.oplatz.net/fotoausstellung-exhibition-of-photography-3-6-12-2015-neukolln-berlin/#respond Fri, 04 Dec 2015 14:34:50 +0000 https://www.oplatz.net/?p=8900 Stronger than Borders
Widerstand – Flucht – Solidarität

3.12. – 6.12.2015

Leuchtturm Neukölln, Emser Straße 117, 12051 Berlin

Do 18:30 – 22:00
Fr, Sa 12:00 – 22:00
So 11:00 – 16:00

Program hier

In diesem Jahr sind mehr Menschen auf der Flucht und der Suche nach Asyl als nach dem Zweiten Weltkrieg. Aus der Verzweiflung über ihren täglichen Überlebenskampf fliehen Millionen von Menschen aus ihrer Heimat. Sie hoffen ihre Würde, wenn schon nicht in der Gegenwart, wenigstens in der Zukunft zurück zu bekommen.

Die Situation hier ist widersprüchlich. Auf der einen Seite erleben wir ein großes Engagement von freiwilligen HelferInnen, die die Geflüchteten willkommen heißen. Aber auf der anderen Seite erleben wir eine fiesen Doppelmoral der „Willkommenskanzlerin“, harte politische Auseinandersetzungen um finanziell notleidende Kommunen, den Bau von
Grenzlagern, einen erneuten Aufschwung an verschärftem Rechtspopulismus durch Pegida- und AfD-Kundgebungen sowie rassistische Angriffen auf Flüchtlingsheime.

Es ist Zeit, diesem rassistischen und neoliberalen Diskurs, eine eigene Erzählung der Solidarität gegenüber zu stellen und dabei insbesondere zu helfen, dass Geflüchtete als handelnde Akteure selbst gestärkt und vor allem gehört werden.

Unter dem Titel Stronger than Borders stellen wir neben professionellen Fotografien des Fotografen Max Bondy Bilder aus, die Geflüchtete auf ihrer Reise selbst gemacht haben. Mit kleinen Einblicken in nur schwer nachvollziehbare Erlebnisse wollen wir gemeinsam ins Gespräch kommen. Ihr könnt Euch von Neuankömmlingen durch die Galerie führen lassen und an den Geschichten hinter ihren Bildern teilhaben, Euch vom panthomimischen Theater des Refugee-Club IMPULSE die Sprache verschlagen lassen oder mit uns über den Zusammenhang von europäischer Außenpolitik und Fluchtursachen, das Verhältnis von Rassismus und Klasse, die gesellschaftliche Bedeutung von Fotografie und vieles mehr ins Gespräch kommen.

LOTS OF PANELS AND GUIDED TOURS OF THE EXIBITION WILL BE IN ENGLISH!

FACEBOOK: HTTPS://WWW.FACEBOOK.COM/EVENTS/1642865315987361/

Facebook: https://www.facebook.com/events/1642865315987361/ 

Webside: strongerthanborders.de

Programm

Donnerstag, 3.12.2015

19:00 Uhr Eröffnung
19:30 Vernissage u.a. mit Katja Kipping, Parteivorsitzende von DIE LINKE
im Anschluss Rundgang mit Refugee Fotografen aus Syrien

Freitag, 4.12.2015

16:00 Uhr Theaterstück des Refugee Impuls Club
18:00 Uhr Rundgang mit Jan Brock und Elsa Köster, den Fotografen von “Abduls Flucht”
19:00 Uhr Podium: “Zwischen Willkommenskultur und Pegida, wo steht Deutschland?”
Mit Anne Stecker, Martina Renner (MdB, DIE LINKE), Sebastian Friedrich (Publizist, Autor des Buches “Der Aufstieg der AfD”
21:30 Uhr Film: “Immigrant Trip”, Dokumentation einer Flucht aus Syrien eines Flüchtlings

Samstag, 5.12.2015

13:00 Uhr Workshop A: Raus aus der Objektrolle, mit Fotografie Gesellschaft aneignen
Mit Marinus Reuther, Fotograf
Workshop B: Europa zwischen humanistischer Idee und Frontex
Mit Mark Bergfeld (DIE LINKE.SDS Köln)
16:30 Uhr Lesung von “International Women’s Space” – Frauen auf der Flucht
18:00 Uhr Rundgang mit Max Bondy
19:00 Uhr Podium: “Fluchtursachen, Fluchtwege, Perspektiven”
ein moderiertes Gespräch mit Geflüchteten und FotografInnen

Sonntag, 6.12.2015

11:00 Uhr Rundgang

 

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FOTOAUSSTELLUNG // EXHIBITION OF PHOTOGRAPHY 3. – 6. 12. 2015 // NEUKÖLLN, BERLIN https://www.oplatz.net/fotoausstellung-exhibition-of-photography-3-6-12-2015-neukolln-berlin-2/ https://www.oplatz.net/fotoausstellung-exhibition-of-photography-3-6-12-2015-neukolln-berlin-2/#respond Fri, 04 Dec 2015 14:34:50 +0000 https://www.oplatz.net/?p=8900 Stronger than Borders Widerstand - Flucht - Solidarität
Stronger than Borders: Widerstand – Flucht – Solidarität

Stronger than Borders
Widerstand – Flucht – Solidarität

3.12. – 6.12.2015

Leuchtturm Neukölln, Emser Straße 117, 12051 Berlin

Do 18:30 – 22:00
Fr, Sa 12:00 – 22:00
So 11:00 – 16:00

Program hier

In diesem Jahr sind mehr Menschen auf der Flucht und der Suche nach Asyl als nach dem Zweiten Weltkrieg. Aus der Verzweiflung über ihren täglichen Überlebenskampf fliehen Millionen von Menschen aus ihrer Heimat. Sie hoffen ihre Würde, wenn schon nicht in der Gegenwart, wenigstens in der Zukunft zurück zu bekommen.

Die Situation hier ist widersprüchlich. Auf der einen Seite erleben wir ein großes Engagement von freiwilligen HelferInnen, die die Geflüchteten willkommen heißen. Aber auf der anderen Seite erleben wir eine fiesen Doppelmoral der „Willkommenskanzlerin“, harte politische Auseinandersetzungen um finanziell notleidende Kommunen, den Bau von
Grenzlagern, einen erneuten Aufschwung an verschärftem Rechtspopulismus durch Pegida- und AfD-Kundgebungen sowie rassistische Angriffen auf Flüchtlingsheime.

Es ist Zeit, diesem rassistischen und neoliberalen Diskurs, eine eigene Erzählung der Solidarität gegenüber zu stellen und dabei insbesondere zu helfen, dass Geflüchtete als handelnde Akteure selbst gestärkt und vor allem gehört werden.

Unter dem Titel Stronger than Borders stellen wir neben professionellen Fotografien des Fotografen Max Bondy Bilder aus, die Geflüchtete auf ihrer Reise selbst gemacht haben. Mit kleinen Einblicken in nur schwer nachvollziehbare Erlebnisse wollen wir gemeinsam ins Gespräch kommen. Ihr könnt Euch von Neuankömmlingen durch die Galerie führen lassen und an den Geschichten hinter ihren Bildern teilhaben, Euch vom panthomimischen Theater des Refugee-Club IMPULSE die Sprache verschlagen lassen oder mit uns über den Zusammenhang von europäischer Außenpolitik und Fluchtursachen, das Verhältnis von Rassismus und Klasse, die gesellschaftliche Bedeutung von Fotografie und vieles mehr ins Gespräch kommen.

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Webside: strongerthanborders.de

Programm

Donnerstag, 3.12.2015

19:00 Uhr Eröffnung
19:30 Vernissage u.a. mit Katja Kipping, Parteivorsitzende von DIE LINKE
im Anschluss Rundgang mit Refugee Fotografen aus Syrien

Freitag, 4.12.2015

16:00 Uhr Theaterstück des Refugee Impuls Club
18:00 Uhr Rundgang mit Jan Brock und Elsa Köster, den Fotografen von “Abduls Flucht”
19:00 Uhr Podium: “Zwischen Willkommenskultur und Pegida, wo steht Deutschland?”
Mit Anne Stecker, Martina Renner (MdB, DIE LINKE), Sebastian Friedrich (Publizist, Autor des Buches “Der Aufstieg der AfD”
21:30 Uhr Film: “Immigrant Trip”, Dokumentation einer Flucht aus Syrien eines Flüchtlings

Samstag, 5.12.2015

13:00 Uhr Workshop A: Raus aus der Objektrolle, mit Fotografie Gesellschaft aneignen
Mit Marinus Reuther, Fotograf
Workshop B: Europa zwischen humanistischer Idee und Frontex
Mit Mark Bergfeld (DIE LINKE.SDS Köln)
16:30 Uhr Lesung von “International Women’s Space” – Frauen auf der Flucht
18:00 Uhr Rundgang mit Max Bondy
19:00 Uhr Podium: “Fluchtursachen, Fluchtwege, Perspektiven”
ein moderiertes Gespräch mit Geflüchteten und FotografInnen

Sonntag, 6.12.2015

11:00 Uhr Rundgang

 

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IN OUR OWN WORDS Book launch https://www.oplatz.net/in-our-own-words-book-launch/ https://www.oplatz.net/in-our-own-words-book-launch/#respond Tue, 10 Nov 2015 00:12:13 +0000 https://www.oplatz.net/?p=8520 Refugee Women in Germany tell their stories

WHEN: 19.00 | 25th November 2015
WHERE: TheaterSpielRaum, Bethanien-Südflügel, Mariannenplatz 2B, 10997 Berlin

 

In our own words
Refugee Women in Germany tell their stories

In 2013, we, the activists from International Women Space (IWS), set ourselves the task of documenting the lives and stories of refugee women in Germany. We approached the project in the Latin American tradition of testimonial literature – looking to amplify the voice of the voiceless.

“In contrast to conventional writing about the colonial situation, which is produced at the centers of global power and near the apices of class difference, testimonial literature is produced by subaltern peoples on the periphery or the margin of the colonial situation. Thus the margins of empire are now “writing back” in an overdue attempt to correct the Western canon and its versions of “truth”. Testimonial literature has been defined by George Yuidice as an authentic narrative, told by a witness who is moved to narrate by the urgency of a situation (e.g., war, oppression, revolution, etc.).” – Voices for the Voiceless

Two years on, after many stories being exchanged and many women working collectively on this project, IWS is pleased to announce the launch of IN OUR OWN WORDS. The book contains texts by and about women and includes 10 testimonials of refugee women in Germany: women who could have migrated, but wouldn’t have been given a visa. Women who became refugees in their own regions before attempting to reach Europe by the deadly routes available. Women fleeing war, poverty and environmental disasters caused by corporation’s greed, women fleeing persecution for not conforming to the gender they were assigned at birth. Women running away from their own families for not accepting domestic violence perpetrated by patriarchy.

IN OUR OWN WORDS is a documentation of brave women who have fought difficult realities, we are sure it will inspire us all in the struggle for emancipation. The choice of the launch date, the 25th of November, is not accidental – it is the International Day for the Elimination of Violence against Women. Violence, specifically violence against women and gender persecution as well as the ways women find to survive such oppressions are common themes of the life experiences recorded in this book. One of IWS’s main demands is the right of women to be granted asylum on specific gender-persecution grounds, without fear of removal or deportation.

The International Women Space is a feminist political group of migrant and refugee women in Germany, it was formed in 2012 within the occupation of the Gerhart-Hauptmann School in Berlin Kreuzberg. IWS challenges dominant knowledge structures and fights against discriminatory policies and practices, which oppose the emancipation of refugee and migrant women and all women.

International Women Space invites you to celebrate the release of our IN OUR OWN WORDS with us on the 25th November 2015.

19.00 | VoKü
20.00 | Exchanging of stories and experiences from and about the book and beyond.

Everyone interested in the book and its contents – the lives and stories of refugee women in Germany – is welcome at this event. Kids are welcome too! Donations for VoKü & the book are also welcome!

CONTACT:
internationalwomenspace@riseup.net

 

IN UNSEREN EIGENEN WORTEN
Geflüchtete Frauen in Deutschland erzählen von ihren Erfahrungen

WANN: 19 Uhr, 25. November 2015
WO: TheaterSpielRaum, Bethanien-Südflügel, Mariannenplatz 2B, 10997 Berlin

Wir – die Aktivistinnen vom International Women Space (IWS) – hatten es uns 2013 als Aufgabe gesetzt, die Leben_s_Geschichten von geflüchteten Frauen in Deutschland zu dokumentieren. Wir näherten uns dem Projekt mit Hilfe der lateinamerikanischen Tradition der Testimonal-Literatur an – dabei immer mit dem Blick darauf, die Stimme der Stimmlosen zu verstärken.

“Im Gegensatz zum konventionellen Schreiben über koloniale Situationen, welches in den Zentren der globalen Macht und auf dem Scheitelpunkt des Klassengegensatzes stattfindet, werden die Werke der Testimonal-Literatur von den Subalternen an der Peripherie oder den Rändern der kolonialen Situation geschrieben. Das bedeutet, dass die Ränder des Imperiums nun “zurückschreiben”, um in einem überfälligen Versuch den westlichen Kanon und dessen Verison von “Wahrheit” zu korrigieren. George Yuidice hat die Testimonial-Literatur als authentisches Narrativ definiert, welches von einem_r Zeug_in erzählt wird, die_der aus der Dringlichkeit der Situation (wie z.B. Krieg, Unterdrückung, Revolution, usw.) heraus spricht.” Voices for the Voiceless (Stimmen der Stimmlosen)

Zwei Jahre nachdem sich viele über ihre Geschichten miteinander ausgetauscht haben und viele Frauen kollektiv an diesem Projekt gearbeitet haben, freut sich der IWS die Veröffentlichung von IN UNSEREN EIGENEN WORTEN bekannt geben zu können. Das Buch enthält Text von und über Frauen und beinhaltet zehn Testimonials von geflüchteten Frauen in Deutschland: Frauen, die migrieren hätten können, aber denen keine Visa ausgestellt wurden. Frauen, die in ihren eigenen Regionen zu Geflüchteten wurden, bevor sie versuchten über die tödlichen Routen nach Europa zu kommen. Frauen, die vor Krieg, Armut und Umweltkatastophen fliehen, welche durch die Gier von Unternehmen erzeugt werden; Frauen, die der Verfolgung entfliehen müssen, da sie nicht dem Geschlecht entsprechen, welches ihnen bei ihrer Geburt zugeteilt wurde. Frauen, die vor ihren eigenen Familien weglaufen müssen, da sie nicht die durch das Patriarchat verursachte häusliche Gewalt akzeptieren.

IN UNSEREN EIGENEN WORTEN dokumentiert mutige Frauen, die gegen schwierige Realitäten gekämpft haben, wir sind sicher, das wird uns alle in unserem Kampf für Emanzipation inspirieren. Die Wahl des Veröffentlichungsdatum, der 25. November geschieht nicht zufällig – es ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Gewalt, insbesondere gegen Frauen und aufgrund von geschlechtsbezogener Verfolgung, sowie die Möglichkeiten, die Frauen finden, um diese Unterdrückungsmechanismen zu überleben sind die gemeinsamen Themen der Lebenserfahrungen, die in diesem Buch aufgezeigt werden. Eine der Hauptforderungen des IWS ist es, dass Frauen das Recht auf Asyl aufgrund geschlechtsspezifischer Verfolgung zugestanden wird, ohne Angst vor Deportation haben zu müssen.

Der International Women Space ist eine feministische, politisch Gruppe, organisiert von Migrantinnen und geflüchteten Frauen in Deutschland. Er wurde 2012 mit der Besetzung der Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin, Kreuzberg gegründet. Der IWS fordert dominante Wissensstrukturen heraus und kämpft gegen diskriminierende Politiken und Praktiken, die der Emanzipation von geflüchteten Frauen, Migrantinnen und allen Frauen entgegen stehen.

Der International Women Space lädt Euch und Sie ein, die Veröffentlichung unseres Buches IN UNSEREN EIGENEN WORTEN mit uns am 25. November 2015 zu feiern.

19.00 | VoKü
20.00 | Gemeinsamer Austausch über die Geschichten und Erfahrungen aus und über das Buch und darüberhinaus

Alle, die am Buch und dessen Inhalten – den Leben_sgeschichten von geflüchteten Frauen in Deutschland – interessiert sind, sind herzlich zu unserer Veranstaltung eingeladen. Kinder sind auch herzlich eingeladen! Wir freuen uns über Spenden für Vokü & das Buch!

KONTAKT:
internationalwomenspace@riseup.net

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