Recht auf Asyl – OPlatz — Berlin Refugee Movement https://www.oplatz.net Abolish Residenzpflicht! Abolish ‚Lagers‘! Stop Deportations! Right to Work and Study! Sat, 20 Mar 2021 17:38:50 +0000 en-US hourly 1 https://www.oplatz.net/wp-content/uploads/2016/02/cropped-fist-small-32x32.png Recht auf Asyl – OPlatz — Berlin Refugee Movement https://www.oplatz.net 32 32 Online-Flüchtlingstreffen – Einladung und Programm https://www.oplatz.net/online-fluchtlingstreffen-einladung-und-programm/ Sat, 20 Mar 2021 17:38:46 +0000 https://www.oplatz.net/?p=15394

von Karawane

PDF البرنامج باللغة العربية | Programm als PDF (deutsch) | PDF برنامه به فارسی | program as PDF (english) | türkçe Program

Seit einem Jahr gefährdet die Pandemie das Leben und die Existenz aller Menschen. Jedoch ist das Leben aller Menschen nicht in gleicher Weise und gleichermaßen erschwert. Tagtäglich geht die Schere zwischen Armen und Reichen auseinander. Die Regierungen interessieren sich nur für die riesigen Firmen.
Uns Flüchtlinge trifft Corona besonders hart. Vor allem unsere Schwestern und Brüdern, unsere Kinder, die unterwegs an den Grenzen Europas auf der Suche nach einem sicheren Ort sind, leben in einem Albtraum. Unsere Familien und Bekannte, die wir in unseren Herkunftsländern zurücklassen mussten, sind neben der Pandemie vielleicht durch Kriege oder den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie oder Sanktionen zusätzlich betroffen. Sie kämpfen jeden Tag um ihr Überleben. Vielleicht sind sie auch der Verfolgung durch die diktatorischen Regime betroffen, welche ihnen verbieten, sich zu organisieren und für ihre Rechte als Arbeiter*innen, Frauen, Schüler*innen und Studenten*innen oder Lehrer*innen einzutreten.
Wir wollen aus verschiedenen Aspekten die Lage für uns analysieren und zusammen diskutieren: Wie ist es in Deutschland ein Flüchtling zu sein? Unter welchen Lebensbedingungen leben wir hier? Mit welchen Ungerechtigkeiten sind wir konfrontiert? Was können wir gemeinsam machen? Da wir weder reisen noch uns treffen können, wollen wir virtuelle Räume anbieten, um uns auszutauschen, gemeinsame Diskussionen zu führen und Wege suchen, wie wir unsere Rechte verteidigen können. Falls euch andere Themen wichtiger erscheinen und ihr mit solidarischen Gemeinschaften diskutieren und Lösungen entwickeln wollt, so nennt uns diese Themen. Gemeinsam schauen wir über auf 500 Jahre Widerstand gegen Kolonialismus, Imperialismus und Unrecht und können unsere Erfahrungen solidarisch in die zukünftigen Kämpfe einbringen, unabhängig von Herkunft, Sprache, Religion, Geschlecht, Alter, …

Wer sind wir?

Wir sind die KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen. Wir organisieren uns und kümmern uns gemeinsam um unsere Anliegen. Wir kämpfen seit 1998 in Deutschland für unsere Grundrechte, gegen Abschiebungen, gegen Ausbeutung, gegen Rassismus, gegen Isolation und Polizeibrutalität und gegen jedwedes Ungerecht… Die Parole „Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört“ begleitet uns seit unserer Existenz, weil die weltweite koloniale und imperialistische Ordnung unsere Leben bestimmt und uns zur Flucht zwingt. Dagegen lehnen wir uns überall auf und stärken uns durch solidarisches Handeln.
Seit 2004 sind wir zusammen mit der Föderation der ArbeitsmigrantInnen aus Türkei AGIF und anderen MigrantInnen-Selbstorganisationen in Wuppertal kontinuierlich aktiv. Vor Corona hatten wir ein wöchentliches offenes Treffen. Dies ist nunnicht mehr möglich, daher organisieren wir nun Online-Treffen.

Hinweis für alle Gemeinschaften

Die Veranstaltungen richten sich nur an Menschen mit Fluchterfahrung. Alle Diskussionen finden über den zoom-Kanal von THE VOICE Refugee Forum statt. Bitte nimmt Kontakt mit uns auf, wenn ihr teilnhemen wollt. Lasst uns wissen, welche Sprache ihr spricht, damit wir im Vorfeld eventuelle Übersetzungen gemeinsam organisieren können. Vor der Veranstaltung werden wir euch dann den Link zukommen lassen.

Wie sind Wir erreichbar?

Wir sprechen Deutsch, Englisch, Farsi, Französisch, Kurdisch, Türkisch. Falls ihr eine andere Sprache spricht, so fragen wir Freundinnen und organisieren diese ebenfalls.
Schreibt uns eine E-Mail oder eine Nachricht an die unten angegebenen Telefonnummern:

Telefon:

  • Gülay: 0162 989 07 46 (deutsch und türkisch)
  • Araz: 0178 853 07 01 (deutsch, englisch, farsi)

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
Büro Wuppertal
Marienstr. 52 | 42105 Wuppertal
E-Mail: wuppkarawane@yahoo.de


Internet: http://thecaravan.org
Facebook: https://www.facebook.com/karawanewuppertal oder https://www.facebook.com/caravannetwork
Language: Deutsch

Local group: NRW


english

Corona hits us refugees particularly hard. Above all, our sisters and brothers, our children, who are on the move at the borders of Europe in search of a safe place, are living in a nightmare. Our families and acquaintances whom we have had to leave behind in our countries of origin are, in addition to the pandemic, perhaps additionally affected by wars or the economic consequences of the pandemic or sanctions. They are struggling to survive every day. Maybe they are also affected by the persecution of dictatorial regimes that forbid them to organise and stand up for their rights as workers, women, pupils and students or teachers.
We want to analyse the situation from different aspects and discuss it together: What is it like to be a refugee in Germany? Under which living conditions do we live here? What injustices are we confronted with? What can we do together? Since we can neither travel nor meet, we want to offer virtual spaces to exchange, have joint discussions and look for ways to defend our rights. If other issues seem more important to you and you want to discuss and develop solutions with communities in solidarity, please tell us about them. Together we can look back on 500 years of resistance against colonialism, imperialism and injustice and bring our experiences into future struggles in solidarity, regardless of origin, language, religion, gender, age, …

Who are we?

We are CARAVAN for the rights of refugees and migrants. We organise ourselves and take care of our concerns together. Since 1998, we have been fighting in Germany for our basic rights, against deportations, against exploitation, against racism, against isolation and police brutality and against any kind of injustice… The slogan “We are here because you are destroying our countries” has accompanied us since our existence, because the global colonial and imperialist order determines our lives and forces us to flee. We rebel against this everywhere and strengthen ourselves through solidarity action.
Since 2004, we have been continuously active together with the Federation of Migrant Workers from Turkey in Germany AGIF and other migrant self-organisations in Wuppertal. Before Corona we had a weekly open meeting. This is no longer possible, so we now organise online meetings.

Note for all communities

The events are only for people with refugee experience. All discussions will take place via the zoom channel of THE VOICE Refugee Forum. Please contact us if you want to participate. Let us know which language you speak so that we can organise translations together beforehand. We will send you the link before the event.

How can we be reached?

We speak German, English, Farsi, French, Kurdish, Turkish. If you speak another language, we will ask friends and organise this as well.
Send us an email or a message to the phone numbers below:

Phone:

  • Gülay: 0162 989 07 46 (German and Turkish)
  • Araz: 0178 853 07 01 (German, English, Farsi)

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
Büro Wuppertal
Marienstr. 52 | 42105 Wuppertal
E-Mail: wuppkarawane@yahoo.de


Internet: http://thecaravan.org
Facebook: https://www.facebook.com/karawanewuppertal oder https://www.facebook.com/caravannetwork

]]>
Demonstration am 30.03.2019 in Berlin: „Für sichere Häfen und solidarische Städte: SeehoferWegbassen https://www.oplatz.net/demonstration-am-30-03-2019-in-berlin-fur-sichere-hafen-und-solidarische-stadte-seehoferwegbassen/ Thu, 14 Mar 2019 18:59:47 +0000 https://www.oplatz.net/?p=14635
#SeehoferWegbassen

von Seebrücke

Samstag, 30. März, 14 Uhr
Berlin, bei der Oberbaumbrücke

Heimathorst hat wieder zugeschlagen – diesmal besonders radikal. Für uns ist klar: hierauf bedarf es eine Antwort der solidarischen Gesellschaft, also von uns allen! Am 30.03.19 werden wir wieder richtig laut und streiten für unsere Gesellschaft der Vielen, der Sicheren Häfen und solidarischen Städte. Mach mit!  

Diesmal im Angebot vom Heimathorst: Das „Rücksichtslose-Abschiebe-Gesetz“, pardon „Geordnete-Rückkehr-Gesetz“. Es schränkt Rechtsstaatlichkeit, faire Verfahren und zivilgesellschaftliches Engagement ein. Es ist ein Angriff auf Schutzsuchende, und auf uns alle, auf unsere selbstbewusst vielfältige Gesellschaft!

Der Entwurf sieht vor:

  1. Geflüchtete Menschen, die von Abschiebung bedroht sind, sollen bei zu geringer Kooperation in reguläre Gefängnisse gesteckt werden können.
  2. Systematische und dauerhafte Entrechtung von Menschen, die nach Sicht der Ausländerbehörde irgendwann einmal etwas „falsch“ gemacht haben oder nur aus dem falschen Herkunftsland kommen. Seehofer schafft einen neuen Status unterhalb der Duldung: Rechtlosigkeit.
  3. Menschen, die sich der Abschiebe- und Abschottungspolitik in den Weg stellen, sollen bestraft werden.
  4. Genauso wie zivile Seenotretter*innen heute vor Gerichten stehen, weil sie Leben gerettet haben, soll auch die Veröffentlichung von Abschiebeterminen eine Straftat werden.

Der Gesetzesentwurf betrifft Schutzsuchende sowie Menschen in der sozialen Arbeit, in Beratungsstellen und im Journalismus. Die Gesellschaft der Vielen soll zum Schweigen gebracht werden, aber wir machen genau das Gegenteil!

Am 30. März gehen wir gemeinsam auf die Straße und fordern Seehofer auf zum ungeordneten Rücktritt! Schließe Dich uns an!

Samstag 30. März – bei der Oberbaumbrücke 
14 Uhr Auftaktkundgebung

Hier findest du den vollständigen Aufruf in vielen Sprachen und alle unterstützenden Organisationen.

MITMACHEN:

]]>
Demonstration: Keine Abschiebung nach Afghanistan, Samstag 22.10. in Hamburg https://www.oplatz.net/demonstration-keine-abschiebung-nach-afghanistan-samstag-22-10-in-hamburg/ https://www.oplatz.net/demonstration-keine-abschiebung-nach-afghanistan-samstag-22-10-in-hamburg/#comments Sat, 15 Oct 2016 20:57:54 +0000 https://www.oplatz.net/?p=11616 Keine Abschiebung nach Afghanistankeine-abschiebung-nach-afghanistan-pashtuDEMONSTRATION: KEINE ABSCHIEBUNG NACH AFGHANISTAN
Samstag 22.10. | 12 Uhr | Hachmannplatz (Hamburg HBF)

Aufruf des Bündnis “Recht auf Stadt – never mind the papers!” zur
Demonstration gegen Abschiebungen am 22.10.2016:

Mit dem Aufschwung der rechten Hetze und Stimmungsmache von Pegida und AfD sind die regierenden Parteien in Bund und Ländern immer mehr auf eine Politik der Abschottung, der Ausweisung und der Einschränkung grundlegender Rechte eingeschwenkt. Menschen, die geflüchtet sind, werden als „Problem“ markiert, für das eine „Lösung“ gefunden werden müsse. Ein Paradebeispiel für diese menschenverachtenden “Lösungen” ist das jüngste Abschiebeabkommen zwischen der EU und Afghanistan, welches Anfang Oktober 2016 als Gegenleistung für ein milliardenschweres “Hilfspaket” abgeschlossen wurde. Das Abkommen soll die Abschiebung von 80.000 afghanischen Geflüchteten erleichtern und sieht sogar vor, dass am Flughafen in Kabul ein Extra-Terminal für Abschiebungen gebaut werden soll.

Das Abkommen mit der afghanischen Regierung passt zu den anderen Anti-Flüchtlings-Deals der EU (erinnert sei an den Deal mit Erdogan diesen Sommer) und ist Ausdruck einer insgesamt gegen Geflüchtete und Migrant*innen gerichteten Politik. Die Asylrechtsverschärfungen diesen und letzten Jahres dienen als gesetzliche Grundlage für eine drastische Abschiebepolitik, die neben dem Sterben-lassen durch  Abschottung im Mittelmeer die Hauptreaktion auf die verstärkten Flucht und Migrationsbewegungen der letzen Jahre sein soll. Hierbei schreckt speziell die deutsche Regierung nicht davor zurück, immer mehr Länder als „sicher“ zu deklarieren – trotz nachweislicher Verfolgung von Minderheiten, trotz rassistischer Ausgrenzung oder Krieg. So kommt es, dass um ein “Problem” schnell loszuwerden, dann eben auch über den täglichen Terror und Krieg in Afghanistan hinweggesehen wird.

An vielen Stellen regt sich bereits der Widerstand gegen Abschiebungen, zuletzt gingen am 24. September fast 2000 Menschen gegen Abschiebungen nach Afghanistan auf die Straße. Jetzt ist an der Zeit unsere Kräfte zu vereinen und uns der gewaltsamen Abschiebepraxis entgegenzustellen. Zeigen wir den Regierenden, dass wir uns nicht spalten und gegeneinander auspielen lassen! Es gibt keine “guten” und “schlechten” Geflüchteten und keine legitimen Abschiebungen. Lasst uns zusammen aufstehen für ein Hamburg für Alle!

Kommt zur Demonstration “Keine Abschiebungen nach Afghanistan” am Samstag 22.10. um 12 Uhr auf dem Hachmannplatz und zeigt euch gemeinsam mit uns solidarisch. Bleiberecht für Alle!

Mehr Information zur Demo hier:
Hazara Volks- und Kultur Verein Hamburg e.V.:
 https://www.facebook.com/Hazara-Volks-und-Kultur-Verein-Hamburg-eV-511134358900067

Afghanistan ist kein sicheres Land:
https://www.facebook.com/AfghanistanIsntSave/

Bündnis Recht auf Stadt – Never Mind the Papers
https://nevermindthepapers.noblogs.org / nevermindpapers@riseup.net

“Durch eine Neubewertung der Sicherheitslage in Afghanistan und das aktuelle Abschiebeabkommen zwischen EU und afghanischer Regierung hat sich die Situation von afghanischen Geflüchteten in Deutschland dramatisch verschlechtert. Ihnen wird keine Bleibeperspektive eingeräumt. Daraus folgt ein erschwerter Zugang zu Sprachkursen, Wohnraum und Arbeitsmarkt, wodurch ihnen jegliche gesellschaftliche Teilhabe verwehrt wird. Der Druck der angekündigten Abschiebungen lastet schwer auf uns allen und macht ein normales Leben unmöglich. In Hamburg gibt es die größte afghanische Community in Europa, wir fühlen uns hingezogen zu dieser Stadt. Doch jetzt macht sich auch hier die Angst breit und wir fühlen uns ausgeschlossen und allein gelassen. Wir begrüßen es, dass Menschenrechtsorganisationen zum Protest gegen Abschiebungen nach Afghanistan aufrufen und wollen auf unserer Demonstration mit eigener Stimme unserer gemeinsamen Forderung Gehör verschaffen: Stoppt die Abschiebungen nach Afghanistan!”

Khaleq Bahador, Hazara Volks- und Kulturverein Hamburg

 

english

Demonstration: No deportations to Afghanistan

Saturday 22.10. | 12 AM | Hachmannplatz (Hamburg Central Station)

Call of the alliance “Right to the city – never mind the papers!” for the demonstration against deportations on the 22.10.2016:

With the rise of right-wing agitation and propaganda by Pegida and AfD, the ruling parties in Germany have more and more switched their policies towards sealing-off borders, deporting migrants and restricting basic human rights. People that have been forced to flee are marked as „problems“ that have to be „solved“. A textbook example  for these inhuman “solutions” is the recent Deportation Deal between the EU and Afghanistan. It was passed in the beginning of October 2016  in return for an “aid packet” worth several billion Euros and is supposed to facilitate the deportation of around 80.000 Afghan refugees. Even the construction of an extra terminal for deportations at the airport in Kabul is part of it.

The treaty with the Afghan government matches the other anti-refugee-deals recently brokered by the EU (remember the Deal with Erdogan this summer) and is a manifestation of a policy that is
generally directed against refugees and migrants. The cutbacks in asylum rights in past years serve as the legal basis for a drastic deportation policy, and is supposed to be, apart from the killing
through the walls-up policy in the Mediterranean, one of the main reactions to the increased numbers of refugees and migrants in the past years. Here especially the German government doesn’t hesitate to declare more and more countries as “safe” – in spite of proven persecution of minorities, racist exclusion or war. This is how the daily terror and war in Afghanistan is simply overlooked in order to quickly get rid of a “problem”.

Resistance to deportation is already in place, just a few weeks ago nearly 2000 people took to the streets in Hamburg to protest against deportations to Afghanistan. Now it is time to join our efforts and oppose this violent deportation policies. Let’s show the government that we won’t let them divide us and play us off against each other. There are no “bad” and “good” refugees and no legitimate deportations.

Let’s fight together for a Hamburg for everyone!

Come to the demonstration “No deportations to Afghanistan” on Saturday 22.10. at 12 AM on the Hachmannplatz and show your solidarity together with us! Right to stay for everyone!

More Information here:
Hazara Volks- und Kultur Verein Hamburg e.V.:
https://www.facebook.com/Hazara-Volks-und-Kultur-Verein-Hamburg-eV-511134358900067

Afghanistan ist kein sicheres Land:
https://www.facebook.com/AfghanistanIsntSave/

Bündnis Recht auf Stadt – Never Mind the Papers
https://nevermindthepapers.noblogs.org / nevermindpapers@riseup.net

]]>
https://www.oplatz.net/demonstration-keine-abschiebung-nach-afghanistan-samstag-22-10-in-hamburg/feed/ 1
Stellungnahme IniRromnja zur Protestaktion von Romano Jekipe https://www.oplatz.net/stellungnahme-inirromnja-zur-protestaktion-von-romano-jekipe/ https://www.oplatz.net/stellungnahme-inirromnja-zur-protestaktion-von-romano-jekipe/#respond Wed, 25 May 2016 19:55:57 +0000 https://www.oplatz.net/?p=10726 IniRromnja Stellungnahme

Stellungnahme IniRromnja

Das Berliner Denkmal/Mahnmal für die Ermordeten Sinti und Roma Europas wurde am 22.5.2016 zum Protestort einer Gruppe Romn*ja, Familien mit Kindern und Einzel-Aktivist*innen, die sich mit einer Verzweiflungstat gegen ihre drohende Abschiebung stellten. Ihre Planung bis zur Pressekonferenz am kommenden Tag, den 23.05. um 11 Uhr zu verweilen wurde durch eine gewaltvolle Räumung um 23:30 verhindert. Nach unserer Information begründete die Polizei die Räumung damit, dass der Ort ein Gedenkort und ein befriedeter Bezirk sei. Vor der Räumung sollen verschiedene Vertreter*innen von NGOs und die Mitarbeiter*innen, der für das Denkmal zuständigen: „Stiftung Denkmal“ versucht haben die Aktivist*innen zum Aufgeben zu überreden während wenige Andere unterstützend herbeikamen.

Denkmal und Mahnmal an die ermordeten Sinti und Roma Europas

Wir, die IniRromnja haben bereits seit 2012 in unseren Texten den Begriff Denkmal mit dem Begriff Mahnmal entweder ergänzt oder ersetzt. Denkmal erinnert an die Vergangenheit. An hinter uns liegende und entsetzliche Geschichte, die wir nicht vergessen wollen und können. Ein Mahnmal hingegen greift aktiv ein und mahnt die Menschen der Gegenwart an die Taten der Vergangenheit und verpflichtet zum Handeln, damit dies nie wieder geschehen kann.

Die Gegenwart ist auf den Steinen, den Straßen mit den Händen und den Mitteln der Vergangenheit gebaut. Wir heute, insbesondere in Deutschland und insbesondere die Gesetzgebung und Politik sollten durch dieses Mahnmal auch daran ermahnt werden, den Nachkommen der Opfer ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Viele Rom*nja können bis heute ihrer Toten nicht im stillen Gedenken, weil sie durch ihren brutalen Alltag, durch das prekäre Leben, durch den täglichen Kampf ums Überleben, um Würde für das Wohl ihrer Familien und ihrer Selbst kämpfen. Keine Zeit zum Erinnern, keine Zeit zum Ausruhen.

Wir als IniRromnja haben aus Respekt vor dem Ort und vor dem stillen Gedenken bislang keine Veranstaltung innerhalb des Denkmals/Mahnmals gemacht! Viele Sinte und Roma und so auch einige Frauen* der IniRromnja sehen das Denkmal/Mahnmal auch als eine Art Friedhof für die vielen Ermordeten, die nie ein Grab erhalten haben und empfinden den Ort daher für Veranstaltungen als unangemessen.

Doch wir können nicht anders als diese Protest – Aktion unserer Schwestern* und Brüder*, die aus Hamburg Kiel und anderen Städten angereist sind mit ambivalenten Gefühlen aber vollen Herzen zu unterstützen.

Wir respektieren ihren Kampf um Bleiberecht!

Wir teilen ihre Kritik an den 2014 und 2015 politisch unhaltbaren Erklärungen von sicheren Herkunftsstaaten!

Wir kritisieren aufs Schärfste die neuesten restriktiven Asylrechtseinschränkungen des sogenannten „Asylpaket II“!

Wir wünschen uns, dass es viele andere Orte gäbe an denen der Hinweis auf die Kontinuitäten der Entrechtung und des Elends von Romn*ja so deutlich gemacht werden könnten – aber für unsere Leute gibt es diese Orte leider nicht. Diese Orte sind so rar, wie es ein mahnendes, ein aktives Gedenken ist.

Wenn auf dem Denkmal/Mahnmal die Nachkommen der Mehrheitsgesellschaft sowie politische Entscheidungsträgeri*innen Deutschlands Gedenkveranstaltungen abhalten können, dann muss es an diesem Ort auch für die Nachfahren von verfolgten und ermordeten Romn*ja Europas, die aktuell und akut in ihrer Menschenwürde verletzt werden, einen Platz geben.

Wir unterstützen die Bleiberechtsforderungen von Romano Jekipe!

Die Menschen kämpfen dagegen gewaltsam an einen Ort versetzt zu werden, an dem die Lebensbedingungen so schlecht sind, dass sie ihr Leben verkürzen. Das ist keine Phantasie-Dichtung, sondern die bittere Realität auch heute! Laut Studie des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen, UNICEF, liegt die Kindersterblichkeit bei Rrom_nja, trotz anders lautender offizieller Statistiken nach wie vor mindestens vier Mal über dem Landesdurchschnitt (vgl. Waringo 2013, S. 28 f.). Die durchschnittliche Lebenserwartung für Rromafrauen in informellen Siedlungen liegt bei 48 Jahren wohingegen die durchschnittliche Lebenserwartung in Serbien allgemein 74 Jahre beträgt (vgl. Amnesty International Schweiz 2011). In Serbien gibt es 593 Rroma-Siedlungen, von denen 72 Prozent nicht legalisiert wurden. Allein in Belgrad gibt es 137 solcher Siedlungen, ca. ein Drittel dieser Siedlungen haben keine Wasserversorgung; 70 Prozent sind nicht an das Abwassersystem angeschlossen.

Diese Lebensbedingungen zeigen: Es gibt für Romn*ja keine sicheren Herkunftstaten!

Wir solidarisieren uns mit den Forderungen von Romano Jekipe!

]]>
https://www.oplatz.net/stellungnahme-inirromnja-zur-protestaktion-von-romano-jekipe/feed/ 0
Video: Emergency shelter in Wiesenstraße throws out Syrian refugee woman at night https://www.oplatz.net/video-emergency-shelter-in-wisenstrase-throws-out-syrian-refugee-woman-at-night/ https://www.oplatz.net/video-emergency-shelter-in-wisenstrase-throws-out-syrian-refugee-woman-at-night/#respond Tue, 09 Feb 2016 22:33:12 +0000 https://www.oplatz.net/?p=9715

Klick HERE for the Press Release which was published few days ago.

Watch the video: https://vimeo.com/154353396

International Women Space got to know Viviana when she was still living the emergency shelter (Lager) at the Wiesenstraße, in Wedding, Berlin. On te 29th of January we went to the Notunterkunft to have a coffee with Viviana and see how she was. The moment we met, Viviana was already showing signs of stress. No wonder, she was one of the few women living in a shared space of a former Basketball Hall with 200 men having only her bed as a place of her own.

As we tried to get the house to see the conditions in which she was living, the security stopped us on the corridor. First they said that we had to show our documents before coming in. Fair enough. We know the procedures and are used to show our ID’s when entering such houses, but as soon as we were pushed back by the security to the entrance hall, they changed their minds and we could no longer enter the premisses at all. As some discussion continued, came the news that Viviana, by the way, could no longer live in the house and must go to Lageso, at that very same night, and try to find a new place to live.

We argued with the House’s administration that a woman should never be thrown out on the streets at night. We reminded them about the current discussions about the safety of women in Germany, as this has been a big topic in the country since the reported sexualized violence in Köln during new year’s eve. They didn’t seem to care or even relate the events in Köln with the fact that they were expelling a woman from her shelter on a friday night. We argued long, trying to make they understand that if this was their decision, they should at least wait until the morning after, when it would be safer for Viviana to leave the house and search for a new place, but they were resolute and Viviana was expelled. Luckily we were there and could accompany Viviana to the Lageso and together find a new place for her in a Heim, a former school building, where many other refugees are already living.

Here is a short video documentation of her expulsion from the Emergency shelter at the Wiesenstraße.

credit: International Women Space

 

]]>
https://www.oplatz.net/video-emergency-shelter-in-wisenstrase-throws-out-syrian-refugee-woman-at-night/feed/ 0
Keine weiteren illegalen Rückschiebungen! https://www.oplatz.net/keine-weiteren-illegalen-ruckschiebungen/ https://www.oplatz.net/keine-weiteren-illegalen-ruckschiebungen/#respond Sun, 02 Nov 2014 23:39:49 +0000 http://asylstrikeberlin.wordpress.com/?p=5336 https://vimeo.com/109091397

english below:

!Keine weiteren illegalen Rückschiebungen!!!

!!Stoppt die Gewalt an den Grenzen!!

Kundegebung vor der spanischen Botschaft gegen inhumane und illegale Grenzpraktiken in Spanien/Melilla.

Dienstag, 4. November 2014, 8:00 Uhr, Treffpunkt: S-Bahnhof Tiergarten

Am 14. und 15. Oktober haben es mehr als 250 Migrant_innen geschafft über die hochmilitarisierten Zäune von Marokko in die spanische Enklave Melilla zu gelangen. Die Guardia Civil (spezielle Polizeieinheit) hat die Ankommenden brutal zusammengeschlagen. Einer von ihnen, Danny, wurde bis zur Bewusstlosigkeit geprügelt. Dabei verlor er eine Niere und ist seitdem halbseitig gelähmt. Die Guardia Civil hat die Geflüchteten sofort illegaler Weise durch eine Tür in den Zäunen wieder zurück nach Marokko geschoben. Viele wurden durch die Polizeieinheiten und den Stacheldraht der Zäune verwundet. 18 schwer verletzte Personen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Nur 17 Personen haben es geschafft in die Stadt Melilla und in das dortige CETI, die Erstaufnahme für Geflüchtete, zu gelangen. Die Polizei auf beiden Seiten der Zäune nutzen Waffen, wie Steine, Messer, Eisenstangen, Schlagstöcke, Pfefferspray, Tränengas und Gummigeschosse.
Sogar der Menschenrechtskommissar des Europarats, Nils Muiznieks, und Mitglieder des EU-Parlaments „verurteilen die spanische Guardia Civil für ihre gewalttätige Behandlung“ von Migrant_innen und fordern diese Praktiken, welche fundamentale Rechte von Menschen missachten, zu beenden.

Ein kurzes Video von Pro.De.In. über die illegalen Pushback-Aktionen vom 15. Oktober ist auf folgendem Link zu finden: http://vimeo.com/109010316

Diese Grenzpraktiken sind illegal. Europa hat die internationale Verpflichtung, Fälle individuell zu überprüfen und die Rechte auf Schutz und Asyl zu garantieren.

Staaten die Pushbacks durchführen, handeln illegal! Die Guardia Civil ist bereits auf Grund von zwei ähnlichen Fällen, welche nur ein, bzw. zwei Monate zurückliegen und für welche es gutes Beweismaterial gibt, angeklagt. Migrant_innen in Marokko berichten von bis zu zehn Pushbacks, die sie selbst erlebt haben.

Im Februar diesen Jahres wurden mehr als 15 Personen von der Guardia Civil getötet, als diese mit Gummigeschossen direkt auf Menschen schoss, die versuchten schwimmend über das Meer nach Ceuta zu gelangen.

Anstatt diese tötende Realität an den europäischen Außengrenzen zu stoppen, will Spanien auf nationaler Ebene Pushbacks erlauben, was eine klare Verletzung der Rechte von Migrant_innen darstellt.

Wir fordern ein willkommenheißendes Europa, und Bewegungsfreiheit für alle!

Stoppt die Mörder an den Grenzen!

Keine illegalen Pushback-Aktionen!

voix des migrants, droit des migrants, afrique-europe-interact, welcome to europe, nobordersmorocco, watch the med – alarmphone.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

!NO MORE PUSHBACKS!

!STOP VIOLENCE AT THE BORDERS!

Sit-in in front of the spanish embassy against the violent and illegal borderpractice in Spain/Melilla.

Tuesday, 4th of november 2014, 8 am, meetingplace: S-Bahnhof Tiergarten

On 14th and 15th of october more than 250 people managed to enter the spanish enclave Melilla, climbing the highmilitarized fences between Morocco and Spain. The Guardia Civil have beaten them up cruelly. One of them, Danny was beaten up to unconsciousnes. He lost a kidney and is half paralyzed now. The Guardia Civil pushed back the refugees immediately through the fences to Morocco. Many were wounded by the police forces and the barbed wires. 18 heavily injured people needed to be brought to hospital. Only 17 persons managed to enter Melilla and to stay there in the CETI. The polices on both side of the fences use weapons like stones, knives, iron and wooden bars, truncheons, pepper spray, tear gas and rubber bullets.

Even the European Commissioner for Human Rights, Nils Muiznieks, and members of the European parliament “condemn the Spanish Guardia Civil of its violent treatment” of migrants and demand to stop these practices denying peoples fundamental rights.

You can watch a short video of Pro.De.In, showing further illegal push back on 15th of october in the following link: http://vimeo.com/109010316

This borderpractice is illegal because Europes international obligation is to prove situations individually and to guarantee the rights of international protection and to seek asylum. It is illegal for a state to push back! The Guardia Civil is already accused because of two similar incidents just one and two month ago, of which exist good prooving material. Migrants in Marocco report about until 10 pushbacks, they already have experienced.

In February this year, more than 15 persons have been killed by the Guardia Civil when they directly shot rubber bullets on persons in the sea, trying to swim to Ceuta. Instead of stoping with that killing reality at the outerborders, Spain wants to legalize on national level the pushbacks, which is a clear violation of migrants rights.

We demand a welcoming Europe and freedom of movement for everybody!

Stop murderers at the borders!

No more illegal pushbackactions!

voix des migrants, droit des migrants, afrique-europe-interact, welcome to europe, nobordersmorocco, watch the med – alarmphone.

]]>
https://www.oplatz.net/keine-weiteren-illegalen-ruckschiebungen/feed/ 0