Flüchtlingsstreik – OPlatz — Berlin Refugee Movement https://www.oplatz.net Abolish Residenzpflicht! Abolish ‚Lagers‘! Stop Deportations! Right to Work and Study! Fri, 09 Jul 2021 08:42:34 +0000 en-US hourly 1 https://www.oplatz.net/wp-content/uploads/2016/02/cropped-fist-small-32x32.png Flüchtlingsstreik – OPlatz — Berlin Refugee Movement https://www.oplatz.net 32 32 Solidarität mit den streikenden Migrant_innen in Belgien https://www.oplatz.net/solidaritat-mit-den-streikenden-migrant_innen-in-belgien/ Fri, 09 Jul 2021 08:42:31 +0000 https://www.oplatz.net/?p=15649

Este sabado a las 15 horas en Berlin estaremos nuevamente en las calles frente a la embajada de Belgica, solidarizando con nuestros compañerxs que se encuentran en huelga de hambre en la ciudad de Bruselas. Nos unimos a su demanda que es también la nuestra: legalización Ya!Este sistema económico europeo se basa en la explotación de migrantes sin papeles que se ven obligados a hacer los peores trabajos y sin tener acceso a derechos sociales que cualquier ser humano se merece.Porque la solidaridad mutua es nuestra fuerza estaremos ahi entregando una gota de amor y solidaridad a nuestros compañerxs.

#legalisierungjetzt#porunpaissininvisibles#paragraph87abschaffen#closethegap

Diesen Samstag um 15 Uhr werden wir in Berlin wieder auf der Straße vor der belgischen Botschaft sein, in Solidarität mit unseren migrantischen Genoss*innen, die in Brüssel im Hungerstreik sind. Wir schließen uns ihrer Forderung an, die auch unsere Forderung ist: Legalisierung jetzt!Dieses europäische Wirtschaftssystem basiert auf der Ausbeutung von Migranten ohne Papiere, die gezwungen werden, die schlechteste Arbeit zu verrichten und keinen Zugang zu sozialen Rechten haben, die jedem Menschen zustehen.Weil gegenseitige Solidarität unsere Stärke ist, werden wir dort sein und unseren Kameraden einen Tropfen Liebe und Solidarität geben.

#legalisierungjetzt#porunpaissininvisibles#paragraph87abschaffen#closethegap

This Saturday at 3pm in Berlin we will be again on the streets in front of the Belgian embassy, in solidarity with our migrant comrades who are on hunger strike in Brussels. We join their demand, which is also our demand: legalisation now! This European economic system is based on the exploitation of undocumented migrants who are forced to do the worst jobs and without access to social rights that any human being deserves.Because mutual solidarity is our strength we will be there giving a drop of love and solidarity to our comrades.

#legalisierungjetzt#porunpaissininvisibles#paragraph87abschaffen#closethegap

]]>
Solidarity with the ‘strike of closed doors’ of 209 people from Sierra Leone in the transit camp Deggendorf https://www.oplatz.net/solidarity-with-the-strike-of-closed-doors-of-209-people-from-sierra-leone-in-the-transit-camp-deggendorf/ Sun, 17 Dec 2017 13:43:31 +0000 https://www.oplatz.net/?p=13879
209 people from Sierra Leone on ‘strike of closed doors’ in the transit center Deggendorf

On Friday, 15th of December 2017, 209 people from Sierra Leone in the transit camp in Deggendorf started a ‘strike of closed doors’. In protest, the children and young people refused to attend the German class as access to other educational institutions is denied. The adults haven’t left the accommodation and denied to work in the 80 cents jobs. On Saturday, 16th of December 2017 they started a hunger strike. The protest involves 44 children and young people, as well as 40 women (among them 12 pregnant women) and 125 men. The starting point of the protest was the violent deportation of a man from Sierra Leone on Friday morning, which was stopped in the last minute at the airport.

****

Statement of striking refugees in Deggendorf

We are Sierra Leoneans seeking for protection here in Germany but have been frustrated instead of protected. And we have resolved to strike action based on the following reasons:

Every Asylum seeker from Sierra Leone in Deggendorf gets always negative results in the form of :

1. Dublin deportation
2. Rejection of asylum application
3. Asylum application is ‘invalid’

– The next point is that we now stay in a camp for 2 years instead of the initial 6 months, with no schooling, no work permit.

– Very poor accommodation facilities with 8 occupants in a room, with poor hygiene and toilet facilities.

– Very poor quality of food.

– Deportation to Italy with serious torture and no proper arrangements for reinstatement of the immigrants in Italy thereby leaving the immigrants on the street suffering.

– Forceful deportation of pregnant women, children, sick people and sucking mothers.

– No medication for immigrants for certain sickness.
And now established to us that this is a private camp and cannot allow any journalists.

On this basis we have started on 15th December 2017 a close door strike with no schooling and on Saturday 16th December and Sunday 17th December hunger strike and on Monday, we will be going to city council to get clearances to have a peaceful protest accross Deggendorf with continuation of no schooling and hunger strike.
This is to let the whole world know how Germany is treating the immigrants.

More: https://refugeestruggle.org/en/article/solidarity-strike-closed-doors-209-people-sierra-leone-transit-camp-deggendorf

 

 

]]>
Widerstand im Lager Witzenhausen (bei Göttingen) https://www.oplatz.net/widerstand-im-lager-witzenhausen-bei-gottingen/ https://www.oplatz.net/widerstand-im-lager-witzenhausen-bei-gottingen/#respond Sun, 21 Jul 2013 10:56:17 +0000 http://asylstrikeberlin.wordpress.com/?p=3153 Pressemitteilung 17. Juli 2013

Flüchtlingsstreik erreicht Witzenhausen

  • Geflüchtete organisieren sich mit UnterstützerInnen in Witzenhausen
  • Zweimal wöchentliche Unterschriften werden verweigert
  • Informationsveranstaltung am Montag dem 22. Juli um 19 Uhr im Rathaussaal in Witzenhausen

Seit Ende Juni organisieren sich Geflüchtete im Werra-Meißner-Kreis zusammen mit UnterstützerInnen im Arbeitskreis Asyl (AK Asyl), der sich bisher wöchentlich in Witzenhausen trifft. Ziel ist es auf den menschenverachtende Umgang mit Asylsuchende im Kreis aufmerksam zu machen und die Betroffenen in ihren Anliegen, Aktionen und Forderungen zu unterstützen.

Motiviert von europaweiten Protesten, unter anderem in Berlin, Wien und München, erhoben die Geflüchteten während den Treffen zu verschiedensten Missständen ihre Stimme.

Die Wohnsituation sei untragbar: “Wir wohnen in einem dreckigen, alten Haus, zu dritt und viert zusammengepfercht auf wenigen Quadratmetern”, erklärt einer der

Geflüchteten aus Witzenhausen die Umstände im Kreis. Ohne Rücksicht auf kulturelle Hintergründe und Traumatisierungserfahrungen birgt diese Enge viel Konfliktpotential.

Die Wohnheime liegen zusätzlich an abgelegenen Stellen ohne Anbindung zu relevanten, öffentlichen Verkehrsmitteln. Eine Isolation von der Restbevölkerung und der totale Perspektivverlust der Betroffenen ist vorprogrammiert.

“Zusätzlich müssen wir bei SozialarbeiterInnen zweimal in der Woche unsere Anwesenheit durch Unterschriften bestätigen. Dafür müssen wir von Freunden, aus der Schule und dem Sprachunterricht extra zurück ins Heim laufen. Wir halten das für eine rassistische Regelung, die uns in unseren Freiheitsrechten einschränkt. Deshalb leisten wir seit einigen Wochen Widerstand, indem wir die Unterschrift verweigern” erklärt ein Betroffener aus Witzenhausen die erste Aktion der Asylsuchenden. Bei den Unterschriften handelt es sich um eine selten schikanöse Auslegung der geltenden Gesetze durch MitarbeiterInnen des Sozialamtes im Werra-Meißner-Kreis, die in anderen Kreisen des Regierungsbezirks so nicht existiert.

Viele der Geflüchteten sind schon seit Jahren mit einem prekären Aufenthaltsstatus im Kreis. Sie haben sich den Schulbesuch erkämpft oder aber mehrmals Lehrstellen angeboten bekommen, die sie auf Grund verweigerter Arbeitserlaubnis durch das Sozialamt nicht annehmen durften. “Das ist doch menschenunwürdig. Viele geben sich und ihr Leben angesichts dieser Umstände einfach auf”, äußert sich einer der Geflüchtete zu der Situation in den Lagern.

Bei einer “Lagertour” am vergangenen Montag zu den Unterkünften im Kreis in Eltmannshausen, Weißenborn und Eichenberg konnten sich Geflüchtete aus der Unterkunft in Witzenhausen und deren UnterstützerInnen über eben diese Zustände ein umfangreiches Bild machen. Hierbei wurden erste Kontakte zu Menschen in den Unterkünften geknüpft und der Grundstein für eine kreisweite Organisierung gelegt.

“Wir wollen die gleichen Rechte wie alle anderen BürgerInnen: einen sicheren Status, arbeiten und uns frei bewegen dürfen”, verallgemeinert einer der Betroffenen die Forderungen. Die UnterstützerInnen im AK Asyl bieten den Betroffenen rechtliche und organisatorische Hilfe an um für ihre Rechte einzutreten.

Um die interessierte Öffentlichkeit über die oben beschriebene Lage weiter aufzuklären und gemeinsame Aktionen zu planen, lädt der AK Asyl zu einem Informationsabend am Montag dem 22. Juli um 19 Uhr in den Rathaussaal nach Witzenhausen ein. PolitikerInnen aller im Kreis aktiven Parteien wurden ebenfalls zu diesem Termin eingeladen, um die Forderungen der Geflüchteten auf die lokalpolitische Agenda zu setzen. Welche Entscheidungsträger allerdings zum Informationsabend erscheinen, bleibt abzuwarten. Wir sind gespannt.

Kontakt:

jhc@riseup.net

0160 / 2751664

]]>
https://www.oplatz.net/widerstand-im-lager-witzenhausen-bei-gottingen/feed/ 0